Stromgeneratoren für Krankenhäuser und Fernwärme

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Russlands Terror gegen die Zivilbevölkerung hat in der Ukraine tausende Menschenleben gekostet und wichtige Infrastrukturen zerstört. Vor allem die Stromversorgung wird immer wieder systematisch angegriffen. Ohne eine stabile Energieversorgung können Ärzte nicht operieren und Kraftwerke die Menschen nicht mit Wärme versorgen. Deshalb gehören Stromgeneratoren zu den wichtigsten Hilfsgütern, die wir in die Ukraine liefern.

Mithilfe Ihrer Spenden konnten wir in den vergangenen Wochen drei weitere Groß-Generatoren beschaffen und in die Ukraine transportieren. Jedes der Aggregate hat eine Leistung von 320 Kilowatt. Diese Generatoren versorgen nun Krankenhäuser in Odesa und Cherson sowie ein Wärmekraftwerk in Kupjansk mit dringend benötigter Energie.

Lebensrettende Operationen trotz zerstörter Stromversorgung

Das Krankenhaus in Cherson verfügt über 11 chirurgische Abteilungen und 565 Betten. Jährlich werden dort 23.000 Patienten behandelt und mehr als 15.000 Operationen durchgeführt. Cherson liegt in unmittelbarer Nähe zur Front. Nur der Dnepr trennt die Stadt vom russisch besetzten Gebiet. Jeden Tag sind die Einwohner Raketenangriffen ausgesetzt.

Auch die kritische Infrastruktur ist beschädigt, sodass das Krankenhaus mit einem Notstromaggregat versorgt werden muss. Bislang konnte der Strombedarf nur teilweise durch einen kleineren Generator gedeckt werden. So wurden immer wieder Teile der Klinik abgeschaltet, damit wichtige medizinische Geräte, wie das MRT oder die Dialysemaschinen, arbeiten konnten.

In Odesa ist die Situation ganz ähnlich. Auch dort braucht das Krankenhaus eine Menge Strom, damit alle Abteilungen ausreichend versorgt werden können. Bis vor Kurzem gab es jedoch lediglich ein 200 Kilowatt Stromaggregat. Bei einem Stromausfall konnten die Operationssäle nur im Notfallmodus arbeiten. Unser 320 Kilowatt-Generator sorgt nun dafür, dass der Strombedarf fast komplett gedeckt wird, selbst wenn russische Raketen die Energieversorgung zerstört haben.

Wärmekraftwerk läuft auch bei Stromausfall

Auch Kupjansk liegt nahe an der Front. Erst im September 2022 konnte die Stadt befreit werden, in der einst fast 30.000 Menschen lebten. Ein Drittel der Stadt ist zerstört und auch die Stromversorgung ist betroffen.

Ohne Strom funktioniert auch die Fernwärmeversorgung nicht, denn die Pumpen stehen still. Doch das ist nicht das einzige Problem. Von Dezember bis Februar liegt die Durchschnittstemperatur zwischen -1 und -9 Grad. Wenn die Heizungsrohre kalt bleiben, muss das Wasser abgepumpt werden, damit der Frost die Leitungen nicht zerstört. Immer wenn es keinen Strom gibt, werden also tausende Liter Wasser abgelassen.

Mit einem der 320 Kilowatt-Generatoren konnten wir auch hier helfen. Er versorgt die Pumpen im Fernwärmekraftwerk zuverlässig mit Strom und sorgt dafür, dass 10.000 Menschen eine beheizte Unterkunft haben.

Damit wir die Menschen in der Ukraine mit Stromgeneratoren und weiteren lebenswichtigen Hilfsgütern unterstützen können, sammeln wir weiter Spenden. Jede Spende leistet einen wichtigen Beitrag und schon mit kleinen Beträgen können Sie helfen.


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