3D-Druck-Implantate: Hilfe für Verwundete

·

,

·

1–2 Minuten

Lesezeit

Russlands Krieg gegen die Ukraine hinterlässt bei vielen Verwundeten schwerste Knochenverletzungen, die mit herkömmlichen Methoden kaum versorgt werden können. In Dnipro setzen ukrainische Ingenieure und Chirurgen deshalb auf moderne Technik: Mithilfe von 3D-Modellierung und speziellem Titanpulver stellen sie passgenaue Implantate her, die zertrümmerte Knochen exakt ersetzen.

Mit Spenden konnten wir weitere vier maßgefertigte Titan-Implantate finanzieren, die den Betroffenen den Weg zurück in ein normales Leben ermöglichen:

  • Yurii (44) arbeitete vor dem Krieg in einer Molkerei. Im schwer umkämpften Pokrowsk erlitt er eine Verletzung am Kopf. Die Operation verlief erfolgreich: Eine passgenaue Platte ersetzt nun einen Teil des Schädelknochens. Yurii ist beschwerdefrei und auf dem Weg der Besserung.
  • Serhii (29) war trotz Hochschulabschluss vor dem Krieg Lkw-Fernfahrer. In diesem Sommer erlitt er schwere Splitterverletzungen im Gesicht. Für den jungen Mann entwickelte das Team ein einzigartiges Kiefer-Gesichts-Implantat, das seine Gesichtsstruktur vollständig rekonstruierte. Heute geht es ihm gut und er macht nach dem gelungenen Eingriff stetige Fortschritte.
  • Maksym: Verlor bei einer schweren Explosion große Teile seiner Schädelknochen. Weil er derzeit nicht selbst sprechen kann, steht ihm seine Mutter Marharyta zur Seite. Das Titan-Implantat rekonstruiert seine natürliche Kopfform und ermöglicht die geplante OP zur Wiederherstellung seines Sehvermögens.
  • Ruslan (54) erlitt ein schweres Schädel-Hirn-Trauma, das eine fast handgroße Wunde an seiner Schädeldecke hinterließ. Mit dem maßgefertigten Titan-Implantat wird dieser empfindliche Bereich nun wieder passgenau geschlossen – eine gute Grundlage für seinen weiteren Genesungsweg.

Die bewegenden Geschichten der vier Männer zeigen, wie kleine Spenden neue Lebensqualität und Zuversicht schenken können. Die ukrainischen Ingenieure stellen ihre Arbeitszeit ehrenamtlich zur Verfügung. Sämtliche Spendengelder fließen daher direkt in die Material- und Herstellungskosten – vom Titanpulver über das benötigte Schutzgas bis hin zum Druck von Kunststoff-Formen für die Operationsplanung.

Möchten auch Sie auch Schwerverletzten und Verwundeten helfen? Hier können Sie weitere Operationen mit einer Spende unterstützen. Wir danken allen Spenderinnen und Spendern herzlich dafür, dass Sie diesen Menschen mit Ihrer Hilfe ganz konkret beistehen.


Weitere Neuigkeiten